Unfall

posted am: 24 Oktober 2017

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Geschieht ein Unfall im Straßenverkehr, handelt es sich immer um "ein Schadensereignis mit ursächlicher Beteiligung von Verkehrsteilnehmern im Straßenverkehr". Dazu zählen nicht nur die Straßen, sondern auch die Wege und Plätze. Die Regulierung von Schäden ist im Verkehrszivilrecht verankert. 

Die Definition eines in Deutschland stattgefundenen Verkehrsunfalls steht im Zusammenhang mit einer Straftat, wenn sich der Verursacher unerlaubt vom Unfallort entfernt, wenn der Sachschaden nicht unerheblich ist (Bagatellgrenze bei ca. 20 bis 150 Euro) oder Personenschaden vorliegt. 

Unterschieden wird zwischen einem Autounfall, LKW-Unfall, Motorradunfall und Fahrradunfall sowie einem Fußgängerunfall. Ob es sich um einen alleinigen Unfall oder einen Unfall mit zwei oder mehreren Beteiligten handelt, ist für die Bezeichnung "Verkehrsunfall" und den Sachwerständigen, wie Ralf Bürmann KFZ-Sachverständiger, nicht von Relevanz. 

Unfallursachen

Diese gestalten sich unterschiedlicher als die meisten Menschen denken. Einen Punkt aber haben alle gemeinsam, den Menschen als entscheidendes Glied in der zum Verkehrsunfall führenden Verhängniskette. Zur Unfallverhütung ist allen Verkehrsteilnehmern auferlegt, entsprechende Sicherheitsspielräume einzubauen und einzuhalten. Ist dies nicht möglich, muss ein unfallverhinderndes oder schadenminderndes Eingreifen durch den Menschen erfolgt. 

In den meisten Fällen wurde gegen die geltenden Verkehrsregeln verstoßen. Dazu gehören überhöhte Geschwindigkeit und Missachtung der Vorfahrt, sowie riskante Überholmanöver. Auch das Missachten von Verboten und Geboten, sowie ein zu geringer Sicherheitsabstand 

Häufig führt auch menschliches Versagen zu einem Verkehrsunfall. Zum Beispiel, wenn es zu einer Fehleinschätzung der aktuellen Verkehrssituation kommt, auf der falschen Fahrbahnseite (Geisterfahrer) gefahren wird und unachtsam gewendet oder abgebogen wird.  Nicht selten sind aber auch nicht beeinflussbare Faktoren für einen Verkehrsunfall verantwortlich. Zum Beispiel plötzliches Herz-/Kreislaufversagen, akute Krankheitsschübe am Steuer, technische Defekte am Auto und plötzliche Hindernisse auf der Fahrbahn, sowie Wildwechsel in den relevanten Jahreszeiten.  Zu den menschlich vermeidbaren Auslösern gehören Alkoholeinfluss, Übermüdung durch zu lange Fahrzeiten ohne Pause und telefonieren während des Fahrens.

 

Einen Verkehrsunfall aufnehmen

Dies obliegt der zuständigen Polizeidienststelle. Zum Zweck der technischen Hilfeleistung wird, wenn erforderlich, die Feuerwehr hinzugezogen. Bei Personenschäden ist der medizinische Rettungsdienst zu alarmieren. Verkehrssicherungsposten sichern die Unfallstelle.  Ist die Rechtslage nicht eindeutig, erfolgt die Unfallaufnahme durch den Verkehrsunfalldienst.  Auch die Zeugenbefragung erfolgt unmittelbar nach dem Unfallgeschehen am Unfallort oder in nächster Umgebung. Dies deshalb, weil die Gedächtnisleistung über das beobachtete Unfallgeschehen Stunde für Stunde verblasst.  

Die Unfallauswertung

Maßgebend sind der Unfalltyp und dessen Folgen.  Wie unterteilen sich die Unfalltypen: - Alleinunfall ohne Beteiligung anderer (z. B. Aufprall auf einen Baum oder gegen eine Mauer durch Fahrfehler oder technische Mängel) - Verkehrsunfall zwischen zwei Teilnehmern im Richtungsverkehr ohne Abbiegeverhalten - Verkehrsunfall z. B. beim Abbiegen, Wenden oder Kreuzen im Begegnungsverkehr - Verkehrsunfall im Längsverkehr mit entgegenkommenden Fahrzeugen - sonstige Unfälle z. B. mit Fußgängern oder im ruhenden Verkehr  

Nächtliche Unfallgeschehen bei Ampelabschaltung

Hier ist erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit geboten. Aus Sicht der UDV, der Unfallforschung der Versicherer, ist diese Abschaltung nicht vertretbar, weil sie zu einem vermehrten Unfallrisiko in Höhe von ca. 25 % führt. Damit ist der volkswirtschaftliche Schaden extrem hoch und steht in keiner Relation zu den minimal eingesparten Stromkosten.   

Die Straßenverkehrssicherheit zur Unfallvermeidung

Beschrieben ist diese Sicherheit in den Teilbereichen Straßenbau und Straßenverkehrsrecht, sowie im Teilbereich Fahrzeugsicherheit bezüglich der Kraftfahrzeuge, Fahrräder und Pferdefuhrwerke. Der Mensch wird als Verkehrsteilnehmer in puncto Verkehrspsychologie, Verkehrspädagogik und Fahrtechnik in die Straßenverkehrssicherheit eingebunden.   

Die Automobilindustrie führt Crashtests durch, um die Sicherheitsstandards ständig unter wissenschaftlichen Bedingungen nicht nur zu erneuern, sondern auch zu verbessern. Ein immer höherer Sicherheitsstandard kommt nicht nur den Fahrern, sondern auch seinen Mitfahrern und allen anderen Teilnehmern im Straßenverkehr zugute.

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